Knieschoner zur Vermeidung von Verletzungen bei Ballsportarten
Weitverbreitet beim Handball, sowohl bei Amateuren als auch Profits
Knieschoner sind bei vielen Sportarten ein vertrauter Anblick. So sieht man selten die Fernsehübertragung eine Begegnung der 1. Handball-Bundesliga, ohne daß nicht mehrere Spieler einen derartigen Schoner tragen. Dies ist auch kein Zufall: Handball ist nicht nur ein schneller und teilweise auch harter Sport, sondern auch eine Disziplin, bei der es häufig zu Stürzen kommt. Bei diesen Stürzen, aber auch durch Stöße auf das Knie aufgrund des Verhaltens gegnerischer Spieler kann es zu Verletzungen des Kniegelenks kommen.
Mit einem Knieschoner wird das Knie vor den schädlichen Wirkungen von Stößen, Stürzen und Schlägen geschützt. Naturgemäß ist kein kompletter Schutz möglich, denn bei entsprechender Härte der auf das Knie wirkenden Kraft kann auch ein Knieschützer diese nicht mehr abfangen. Aber durch das Tragen eines Schoners kann in derartigen Fällen die schädliche Wirkung zumindest abgefedert und gesenkt werden. Deshalb werden derartige Bandagen sowohl von Amateuren als auch von Profis bei Spiel und Training getragen.
Knieschoner bei Basketball und Volleyball
Knieschoner finden auch bei Basketball und Volleyball ebenfalls häufig Verwendung. Wenngleich diese beim Basketball ein seltenerer Anblick als bei Handball und Volleyball sind, werden sie doch auch bei dieser Sportart von manchen Spielern zum Schutz des Knies getragen. Schließlich sind beim Basketball Sprünge, insbesondere in Korbnähe, nicht selten und damit verbunden ist eine Verletzungsgefahr nicht nur für das Sprunggelenk, sondern auch für die Knie.
Beim Volleyball werden Knieschützer von einer großen Zahl aktiver Spieler benutzt. Insbesondere bei Hechtsprüngen, mit denen man ein Aufschlagen des Balls im eigenen Spielfeld zu vermeiden sucht, besteht für die Kniegelenke nicht unbeträchtliche Verletzungsgefahr. Und so verwundert es nicht, daß bei Volleyballspielen und insbesondere auch solchen der oberen Spielklassen Knieschoner von vielen Spielern getragen werden.
Knieschoner bei anderen Ballsportarten
Knieschoner finden auch bei anderen Ballsportarten Verwendung. Weniger häufig sieht man sie beim Fußball, wo sie bevorzugt von Spielern getragen werden, die eine Knieverletzung auskurieren oder mit einer Instabilität im Kniegelenk beziehungsweise der Patella zu kämpfen haben. Vor Problemen mit Sehnen und der Kniescheibe sind auch trainierte Fußballer nicht gefeit und die harte Spielweise, die sich in vielen Bereichen eingebürgert hat, wirkt nicht verletzungsmindernd.
Häufiger tragen Fußballer dagegen Sprunggelenkbandagen, da die häufige Richtungswechsel im Laufen und der enge Kontakt zu gegnerischen Spielern das Risiko des Umknickens des Knöchels erhöht. Trägt man eine Fußgelenkbandage, so sinkt die Gefahr eines Umknickens und der damit verbundenen Verletzungen, wenngleich auch eine Bandage dies nicht völlig verhindern kann.
Bei verschiedenen anderen Ballsportarten sieht man dagegen häufiger Knieschoner. Hierzu zählt beispielsweise Hockey, sowohl Feldhockey als auch Hallenhockey sowie Streethockey und Inlinehockey. Auch hier ist es die hohe Spielgeschwindigkeit und die häufigen Richtungswechsel im Laufen, die eine Gefahr für das Kniegelenk darstellen und Verletzungen hervorrufen können. Daß ein Schläger und ein harter Ball verwendet wird, senkt ebenfalls nicht die Verletzungsgefahr, wenngleich durch Schläger ausgelöste Verletzungen beim Hockey weniger häufig auftreten, als der Laie annehmen mag.
Bei American Football tragen viele Spieler Knieschoner, während es beim Rugby wiederum weniger sind. Dies ist typisch für diese beiden Sportarten, wo beim American Football die Teilnehmer mit Protektionskleidung und Schützenden Utensilien am ganzen Körper ausgerüstet sind, während die meisten Spieler beim Rugby neben einem Tiefschutz und einem Mundschutz keine Schutzbekleidung tragen.
Knieschoner von Rehband, McDavid, Mueller und Kränzle
Knieschoner gibt es von einer Reihe von Herstellern, von denen an dieser Stelle die Firmen Rehband, McDavid, Mueller und Kränzle genannt sein sollen. Die von diesen Unternehmen entwickelten und gefertigen Schoner bestehen zumeist aus Neopren, das aufgrund seiner Dauerhaftigkeit, Stabilität und Flexibilität hierfür ein idealer Werkstoff ist. Auch wirkt Neopren gut wärmeisolierend, was verletzungsmindernd wirkt, da die Muskulatur dadurch weniger auskühlt als ohne Schoner.
Die insbesondere bei Handball und Volleyball verwendeten Knieschoner haben im Bereich der Kniescheibe eine zusätzliche Polsterung. Diese ist häufig an der Außenseite aus Kevlar, da dieser Werkstoff stabil ist und stark dämpft. Daneben ist er überaus langlebig, was die Lebensdauer der damit ausgestatteten Schoner erhöht. Aufgrund des Schutzkissens auf der Vorderseite des Knies wird das Kniegelenk bei Stürzen, Schlägen und Stößen stärker geschützt, als dies ohne Schutzpolsterung der Fall wäre.
Derartige Knieschützer werden zumeist in der Farbe Schwarz getragen, wenngleich für den Handballsport das Blau der Rehband-Schoner besonders typisch war. Zwischenzeitlich hat Rehband aber eine neue Serie namens Core Line auf den Markt gebracht, die nicht mehr blau sondern grau ist. Während die meisten Schoner aus Neopren sind, gibt es auch Modelle aus Strickstoff, wie sie beispielsweise von Kränzle gefertigt werden. Diese haben den Vorteil, daß sie aufgrund der Verwendung von Strickstoff atmungsaktiver als Knieschoner aus Neopren sind.





















































